Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt und bei vielen daher als Wohnort sehr beliebt. Vor allem in Zeiten sehr geringer Zinsen überlegen daher viele Deutsche sich eine Immobilie zuzulegen. Für alle, die sich für Immobilien interessieren, geben wir daher hier einen detaillierten Überblick über wichtige Zahlen, Daten und Fakten zu Eigentum in Deutschland.

Generell ist Deutschland kein Land der Eigentümer, denn sie leben vielmehr zur Miete. Dies wird vor allem im Vergleich mit anderen europäischen Staaten deutlich. Vergleicht man die Wohneigentumsquoten, also den Anteil an Personen an der Gesamtbevölkerung, die eine Immobilie besitzen, so liegt diese in Deutschland bei 52,4 % und in der Europäischen Union im Schnitt bei 70,1 %. Auch in den USA liegt die Quote mit 64,2 % derzeit deutlich höher. An dieser Quote kann man ablesen, dass viele Deutsche kein eigenes Eigentum besitzen. Dies ist generell unproblematisch, es zeigt aber eine negative Tendenz. So ist der Besitz von Wohneigentum oftmals ein Ausdruck von finanziellem Wohlstand. Dieser scheint in Deutschland bei großen Teilen der Bevölkerung nicht anzukommen.

Jedoch ist es ebenso wichtig sich nicht nur die Gesamtquote des Wohneigentums anzusehen, sondern auch die Quoten der einzelnen Bundesländer, da sich hier teilweise erhebliche Unterschiede ergeben. Während etwa im Saarland 62,4 % der Bevölkerung Eigentum besitzen, so sind dies in Mecklenburg-Vorpommern gerade einmal 38,9 %. Es bestehen also in Deutschland selbst erhebliche Unterschiede was das Wohneigentum angeht. Dies deutet aber auch auf eine andere wichtige Erkenntnis hin. Nämlich, dass Wohneigentum nicht immer ein Ausdruck finanzieller Potenz ist. So ist das Saarland eines der kleinsten und ärmsten Bundesländer Deutschlands und das, obwohl die Quote des Wohneigentums hier am höchsten ist. Man sollte daher weitere Maße zu Rate ziehen, wenn man Aussagen über die Verteilung des Reichtums in Deutschland machen möchte, als nur die Wohneigentumsquote zu befragen und zu interpretieren.