Wer zahlt bei Reparaturen in der Mietwohnung?

Die Deutschen sind europaweit das Volk der Mieter. In kaum einem anderen Land in Europa besitzen weniger Menschen eine eigene Immobilie, die sie bewohnen können. Die meisten wohnen dabei ihr Leben lang zur Miete und zahlen monatlich Geld an ihren Vermieter, dem die Immobilie gehört. Dabei kommt es immer wieder zu Problemen zwischen beiden Parteien, die sich teilweise um Fragen wie Renovierungen drehen können. So stellt sich im Falle eines Schadens die Frage, wer für die anstehende Reparatur aufkommt und wie diese Kosten auf Mieter und Vermieter verteilt werden. In diesem kurzen Artikel klären wir ausführlich über diese wichtige Frage auf.

Generell ist die Antwort auf diese Frage dabei denkbar einfach. Der Vermieter hat grundsätzlich alle Kosten für Reparaturen, die im Mietobjekt fällig werden, zu übernehmen. Es gibt jedoch eine Klausel, die besondere Fälle anders regelt. So hat der Gesetzgeber in Deutschland eine so genannte Kleinreparaturklausel aufgesetzt, durch die Vermieter manche Kosten für Reparatur und Instandhaltung auf den Mieter übertragen können. Hierbei ist jedoch ein enger rechtlicher Rahmen gesetzt, um den Mieter nicht zu sehr zu belasten und Kosten, die eigentlich der Vermieter tragen müsste, auf den Mieter einfach abzuwälzen. So ist der Mieter laut dem BGB generell dazu verpflichtet, die Mietsache in einem solchen Zustand zu erhalten, dass diese ihrem vertragsmäßigen Verbrauch dienen kann. Was aber genau ist damit gemeint?

Die Klausel umfasst vor allem kleinere Arbeiten der Instandhaltung an kleineren elektronischen Geräten. Dazu zählen beispielsweise Heiz- und Kocheinrichtungen. Daneben müssen auch weitere Einrichtungen der Wohnung, die nicht elektrisch sind, gepflegt werden. Hierzu zählt etwa das Türschloss. Ausdrücklich ausgeschlossen sind dagegen Arbeiten an Wasser- oder Gasleitungen. Diese können grundsätzlich nicht vom Vermieter auf den Mieter übertragen werden. Durch diese enge Definition will der Gesetzgeber vor allem die Mieter schützen und diese nicht einem übermächtigen und finanziell potenten Vermieter ausliefern.

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