Die Deutschen sind nach wie vor ein Volk von Mietern. So verfügen gerade einmal 50 % der bundesdeutschen Bevölkerung über Wohneigentum. Vergleicht man diesen Wert mit anderen europäischen Ländern, so fällt auf, dass Deutschland hier klar hinterherhinkt. Während der Durchschnitt in der Europäischen Union bei etwa 70 % liegt erreichen manche Länder wie etwa Italien, Spanien und Frankreich noch deutlich höhere Werte.

Umso entscheidender ist für viele Deutsche daher die aktuelle Situation auf dem deutschen Wohnungsmarkt. So haben die letzten Jahre hier stark steigende Preise für viele Menschen mit sich gebracht. Im Schnitt stiegen die Mietpreise in Deutschland dabei vom jahr 2015 bis zum Jahr 2018 um fast 5 % pro Jahr. Die Anstiege sind dabei vor allem in den Großstädten besonders hoch ausgefallen, manche Stadt hat sogar Anstiege jenseits der 10 % gesehen. Hier sind vor allem Metropolen wie München, Berlin, Frankfurt, Köln, Hamburg und Düsseldorf betroffen.

In kleineren Städten und Dörfern sieht es zum Teil aber auch ganz anders aus. So gibt es viele Regionen im Osten Deutschlands, in denen die Preise für Mieten deutlich gesunken sind. Dies hängt dabei mit dem allgemeinen Trend zusammen, dass immer mehr Menschen in größere Städte ziehen und dafür das Land verlassen. Die kleinen Dörfer, Gemeinden und Städte hier drohen dabei auszusterben. Dies hat schwere Folgen für ganz Deutschland. Zum einen drohen in den Städten Preisblasen für Immobilien, da die Preise einfach zu schnell ansteigen, zum anderen verödet die Peripherie zusehends. Hier bilden sich Städte und Gemeinden, in denen vor allem alte und schwache Leute wohnen, die oftmals über einen sehr schwachen sozialen Hintergrund verfügen. Dies führt dann auch in der Folge zu sozialen und politschen Problemen. So sind hier weniger Ärzte, Einkaufsgelegenheiten und Bankfilialen zu finden, aber auch der Öffentliche Nahverkehr und andere Infrastruktur ist schlechter ausgebaut, was diese Regionen noch unattraktiver macht.